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Frühling in der Werkstatt
Jetzt geht es los. Bald kann ich wieder raus in die Werkstatt. Heute war ich draußen, aber nur um einen gefrorenen Sack Blumenerde in die Sonne zu ziehen. Meine Güte, ist die Werkstatt gerammelt voll mit den Sommersachen, die hoffentlich bald nach draußen können. Sobald der Schnee von der Terrasse ist, es kann sich nur um Wochen handeln, wird mein Gartentisch dort stehen mitsamt zwei Stühlen.
Es juckt mir in den Fingern, mal wieder meine Säge anzuschmeißen. Hoffentlich bleibt es jetzt ein paar Tage schön. Zehn Grad sind schon angenehm – mir in der Sonne schon wieder zu warm. Man kann es mir auch nicht Recht machen.
Werkstatt im Winter
Leider ist es in meiner Werkstatt zu kalt geworden, um dort zu arbeiten. Jedenfalls für die feineren Sachen.
Gestern habe ich noch ein paar Löcher in Hölzer gebohrt. Aber dann hatte ich so kalte Hände, dass ich mir überlegt hatte, meinen Arbeitsplatz über die Wintermonate wieder ins Gästezimmer zu verlegen. Jetzt haben die Bäume kaum noch Blätter und in dem Zimmer ist es dadurch wieder heller geworden.
So habe ich den größten Teil meines Krams wieder ins Haus getragen und muss jetzt alles nur noch ordentlich verstauen. Und zwar so, dass ich nicht zuviel wegräumen muss, wenn ich das Gästezimmer als solches brauche. Jedes Mal, wenn ich das Gästesofa ausziehen will, muss ich zuerst meinen Arbeitstisch wegräumen (mit allem was dort draufsteht). Das ist nicht lustig.
Achja, so einen richtig schönen großen, hellen, warmen Arbeitsraum wünsche ich mir, wo alles liegenbleiben kann, im Sommer wie im Winter, mit und ohne Besuch. Zu dem ich die Türe schließen und meine Katzen ausperren kann ohne Platzangst zu bekommen. Sechs Quadratmeter sind nun mal nicht üppig. ![]()
Es ist kalt in der Werkstatt
Es ist jetzt zu kalt um draußen in der Werkstatt zu arbeiten. Schade. Ich bin gern dort draußen – auch wenn ich nicht immer werkel. Nur mal so gucken ist auch schön. Aber bei Frostgraden ist es in der Werkstatt auch nicht viel wärmer.
Heute fiel mir auf, dass ich noch einen Sprühlack dort draußen hatte, und Kleber, achja, die Heißklebepistole sollte ich auch hereinholen. Irgendwann wird zwar alles wieder auftauen, aber ob es dann noch brauchbar sein wird?
Die gestern gesammelten Hölzer trocknen auch nicht mehr richtig draußen.
Nun werde ich mehr im Haus arbeiten müssen. Meine Katzen werden sich freuen, können sie doch dann so richtig mitwirken.
Bedienungsanleitung II
Man konnte den Feststellknopf doch herausziehen. ![]()
Wunderbar. Der Kopf mit dem Sägeblatt ging hoch – aber nicht mehr runter. Dafür musste man einen anderen Knopf drücken. Den gab es aber nicht! Wirklich nicht. Es gab aber an einer anderen Stelle einen Bügel, an dem ich mal gefummelt habe. Und siehe da, ein Wunder: Der Kopf ging wieder runter und ist jetzt mit dem Feststellknopf wieder fixiert.
Warum steht in Bedienungsanleitungen nicht wirklich das, was man zur Bedienung einer Maschine braucht?
Bedienungsanleitung
Manchmal stelle ich mich wirklich doof an: Ich soll den Feststellknopf herausziehen, damit ich …
Aber den kann man nicht herausziehen sondern nur abschrauben. Damit ist mein Problem aber nicht gelöst. Ich frage mich jetzt, was dieses Teil für einen Funktion hat, wenn man es abschrauben kann. ![]()
Ein Karton Bastel- und Dekomaterial
Heute ist meine Bestellung schon angekommen – ich hatte noch gar nicht damit gerechnet. Natürlich habe ich gleich alles ausgepackt und begutachtet. Hach, ich hätte solche Lust in die Werkstatt zu gehen und rumzuprobieren.
In die Werkstatt werde ich wohl noch gehen, aber nur, um meine Sachen dort zu verstauen. Leider habe ich keine Zeit zum basteln. In ca. 18 Stunden kommt mein Besuch und ich muss noch einiges vorbereiten.
Es wird also in der nächsten Woche sehr ruhig in der Werkstatt werden.
Werkstattschild fertig

Hier ist es nun – das fertige Schild. Ehrlich gesagt gefällt es mir nicht wirklich. Ich konnte mich mal wieder nicht entscheiden, welche Farben ich für den Schriftzug nehme.
Wahrscheinlich montiere ich es irgendwann wieder ab und male es neu. Aber über den Winter bleibt es so hängen und ich schaue dann im Frühjahr, wie es Wind und Wetter ausgehalten hat.
Nun sieht meine Hütte nicht mehr so nackig aus. Wenn das Schiebetor offen ist, geht es ja noch. Aber ist es geschlossen …

Werkstattschild in Arbeit

Dieses Brett hat mein Ex-Lebensgefährte vor vielen Jahren ausgesägt und den Rand mit der Oberfräse bearbeitet. Ich strich das Schild mit brauner Farbe – ich weiß heute nicht mehr, was ich mit dem Schild ursprünglich machen wollte.
Zwei Umzüge schleppte ich es mit und jetzt fiel es mir wieder in die Hände. Es hat ein wenig gelitten, ist etwas am Rand gesplittert und ein grüner Farbtupfer ziert es an einer Stelle. Doch ich habe es so gelassen, zwei Löcher gebohrt und meinen Text aufgepaust.
Es ist fertig gemalt, patiniert und bekommt gerade seine Lackschichten verpasst.

Pauline kontrolliert, ob alles in Ordnung ist
Hockerparade
Meine Stehhilfe ist ja eine feine Sache. Als meine Vermieterin die sah meinte sie, sie hätte noch einen dickeren standfesteren Stamm, den sie mir geben würde. Na prima, den nehme ich doch gerne.
So karrte der kleine Nachbarsohn den Stamm in seiner Schubkarre zu meiner Werkstatt. Dort befreite ich die zukünftige Sitzfläche erst einmal mit dem Stemmeisen vom Pilz. Eklige Sache, das.
Während ich noch überlegte, wie ich die Sitzfläche gestalte, verpasste ich meinem Fußschemel erst einmal „Ohren“, damit ich ihn besser tragen konnte. Da meine Schränke und Kommoden alle Metallknöpfe oder –ringe haben, besitze ich jede Menge Holzknaufe, die auch jeweils dabei lagen. Zwei davon durchbohrte ich erst einmal von oben, damit ich sie an den Stamm schrauben konnte.
Anschließend probierte ich mit dem Schaumstoff herum. Irgendwie war es total unbequem. Da fiel mein Blick auf das alte Stuhlpolster, dass ich meinem Hund auf dem Boden bereitgelegt hatte. Das nahm ich, legte es auf den Stamm und saß Probe. Herrlich gemütlich war das. Das wäre auch ein schöner Barhocker geworden.
Die Sitzfläche mit Winkeln am Stamm befestigt tauschte ich meinen neuen Hocker gegen den alten aus, der wiederum einen neuen Platz bekam. Jetzt könnte ich sogar mit einem Besucher gemeinsam in der Werkstatt sitzen und arbeiten – oder eine Miniparty bei einem Gläschen Wein feiern.

Birkenstamm als Sitzmöbel
Ich weiß nicht, wie oft ich hin und her gerannt bin, vom Haus zur Werkstatt, von der Werkstatt zum Haus. Immer wieder habe ich etwas vergessen, was ich unbedingt in der Werkstatt brauchte. Einmal war es ein Bleistift, dann wieder eine Nadel, und das Schleifpapier habe ich schon fünfmal vergessen. Müde wird man von der Rennerei und Schlepperei.
Der eine Arbeitstisch ist so hoch gebaut, dass ich daran gut stehen kann. Dann bekomme ich auch keine Rückenschmerzen vom Hinunterbeugen. Aber ab und zu mal etwas absitzen oder anlehnen wäre auch nicht übel.
Auf meiner Terrasse stehen zwei Birkenstämme mit Blumenschalen obendrauf. Der eine ist etwas schräg und ich habe schon eine Weile darüber nachgedacht, dass das ein wunderbarer Hocker wäre.
Gedacht – Getan. So habe ich mir den Stamm in die Werkstatt geschleppt. Als erstes brauche ich Griffe, damit ich den Stamm leichter hin- und herschieben kann. Für den Sitz habe ich noch einen Rest Schaumstoff. Dass die Sitzfläche schräg ist, stört mich nicht besonders. Ich will mich ja nicht ausruhen, sondern nur mal kurz absitzen, wenn ich etwas aufschreiben möchte. Denn Schreiben im Stehen beherrsche ich nicht besonders gut.
Die Griffe sind schnell angeschraubt. Den Schaumstoff befestige ich mit dem Tacker und darüber lege ich einen Stoffrest, den ich mit einer dicken Kordel am Stamm fest wickele.
Beim Probesitzen stelle ich fest, dass der Schaumstoff dicker sein könnte. Ein wenig hart ist mein Hocker. Bei Gelegenheit werde ich einen dickeren Schaumstoff besorgen. Aber ich will mich ja nicht festsetzen, habe ich gesagt, also geht das vorerst einmal so.
Den passenden Fußschemel habe ich auch – ein Stück von meinem Birnbaum der dort stand, wo jetzt meine Werkstatt steht. Dem verpasse ich auch noch Knaufe, damit ich ihn tragen kann und nicht immer mit dem Fuß schieben muss.
Und so sieht meine Stehhilfe nun aus:







