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In der Werkstatt

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Archiv für die Kategorie „Werkstatt“

Birkenstamm als Sitzmöbel

Ich weiß nicht, wie oft ich hin und her gerannt bin, vom Haus zur Werkstatt, von der Werkstatt zum Haus. Immer wieder habe ich etwas vergessen, was ich unbedingt in der Werkstatt brauchte. Einmal war es ein Bleistift, dann wieder eine Nadel, und das Schleifpapier habe ich schon fünfmal vergessen. Müde wird man von der Rennerei und Schlepperei.
Der eine Arbeitstisch ist so hoch gebaut, dass ich daran gut stehen kann. Dann bekomme ich auch keine Rückenschmerzen vom Hinunterbeugen. Aber ab und zu mal etwas absitzen oder anlehnen wäre auch nicht übel.
Auf meiner Terrasse stehen zwei Birkenstämme mit Blumenschalen obendrauf. Der eine ist etwas schräg und ich habe schon eine Weile darüber nachgedacht, dass das ein wunderbarer Hocker wäre.
Gedacht – Getan. So habe ich mir den Stamm in die Werkstatt geschleppt. Als erstes brauche ich Griffe, damit ich den Stamm leichter hin- und herschieben kann. Für den Sitz habe ich noch einen Rest Schaumstoff. Dass die Sitzfläche schräg ist, stört mich nicht besonders. Ich will mich ja nicht ausruhen, sondern nur mal kurz absitzen, wenn ich etwas aufschreiben möchte. Denn Schreiben im Stehen beherrsche ich nicht besonders gut.
Die Griffe sind schnell angeschraubt. Den Schaumstoff befestige ich mit dem Tacker und darüber lege ich einen Stoffrest, den ich mit einer dicken Kordel am Stamm fest wickele.
Beim Probesitzen stelle ich fest, dass der Schaumstoff dicker sein könnte. Ein wenig hart ist mein Hocker. Bei Gelegenheit werde ich einen dickeren Schaumstoff besorgen. Aber ich will mich ja nicht festsetzen, habe ich gesagt, also geht das vorerst einmal so.
Den passenden Fußschemel habe ich auch – ein Stück von meinem Birnbaum der dort stand, wo jetzt meine Werkstatt steht. Dem verpasse ich auch noch Knaufe, damit ich ihn tragen kann und nicht immer mit dem Fuß schieben muss.
Und so sieht meine Stehhilfe nun aus:

Hocker

Meine ersten Regale

Noch nie habe ich ein Regal gebaut. Aber ich brauchte natürlich Stauraum für all die kleinen Dinge wie Bastelmaterialien und auch für Nägel, Schrauben & Co.
Nachdem ich kürzlich angefangen hatte, den morschen Zaun von meinem Bauerngarten abzubauen, hatte ich genügend Bretter.
Bretter
Sie waren teilweise morsch, aber einige Bretter konnte ich noch gut gebrauchen. Mit einer Drahtbürste hatte ich sie von Erde und Moos befreit und die schöne Patina kam zum Vorschein.
Die Bretter waren leider nicht genau gleichlang, was ich aber nicht sofort bemerkte. So musste ich wieder tricksen und die Bretter auf einer Leiste festschrauben bzw. es einfach hinnehmen, dass nicht alles gerade ist. Beim Regal an der Wand kann man es ganz deutlich sehen. Aber das stört mich nicht, ich will ja keinen Schönheitswettbewerb damit gewinnen. Die Regale sind zweckmäßig und genau für meine Bedürfnisse gemacht.

Bodenregal kleines Regal

Die Werkstatt ist fertig

Solch einen Arbeitsplatz wollte ich schon immer: Eine eigene Werkstatt, in der ich hämmern, sägen, rumsauen und über Tische und Bänke springen kann, ohne dass es jemanden stört. Bisher habe ich immer in meinem sehr kleinen Gästezimmer gewerkelt, aber dort war es zu eng und ständig bin ich durch die Sägespäne gelaufen.
In den letzten zwei Wochen habe ich meine Gartenhütte ein wenig zweckentfremdet und zur Werkstatt umgebaut. Die Gartenmöbel stehen natürlich immer noch dort und auch die Gartengeräte hängen an ihrem Platz. Nur den großen Gartentisch habe ich zusammen mit einer Holzpatte verlängert und mir somit zwei verschieden hohe Arbeitstische geschaffen.
Ein wenig habe ich getrickst und ein bisschen wackelt es auch, weil ich die Platte noch nicht am Fensterbalken fixiert habe. Aber ich kann dort prima arbeiten, all mein Zeug ausbreiten und sauigeln, wie ich lustig bin. Der Allessauger steht auch schon zum Saubermachen bereit.
Leider hat meine kleine Werkstatt keinen Strom und isoliert für den Winter ist sie auch nicht. Aber ich will nun auch nicht den ganzen Tag dort verbringen. Ein langes Stromkabel habe ich schnell ausgerollt und Tageslicht habe ich im Moment noch genügend.
Am besten gefällt mir, dass die Wände aus Holz sind und ich dort all meine Arbeitsgeräte aufhängen kann. So hat alles seinen Platz in meiner Nähe und ich brauche mich nur noch drehen und die Arme ausstrecken, schon habe ich die gewünschten Sachen an der Hand.
So macht das Arbeiten Spaß

Kleine Werkstatt

Das Bild sieht ein wenig schief aus, weil ich zwei Bilder zusammengesetzt habe. Der Balken oberhalb vom Fenster geht schräg nach links oben.

Das bin ich

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